Einkochen Einwecken

Einkochen EinweckenBeim Einkochen oder Einwecken werden verschiedene Arten von Lebensmitteln für längere Zeit haltbar gemacht. Da das Einkochen bei Temperaturen um 100° erfolgt, muss für Obst und Gemüse bei dieser Methode des haltbar machen mit einer Einbuße von Vitaminen gerechnet werden. Grundbedingung beim Einkochen ist, dass Obst und Gemüse möglichst ernte frisch verarbeitet werden.

Einkochen im Backofen

Sowohl in der Röhre eines Gasherdes als auch in der eines Elektroherdes kann eingekocht werden. dazu stellt man die gefüllten, mit Deckel und Gummiring sowie mit der Klammer versehenen Gläser auf den Rost des Ofens, der in die unterste Schiene geschoben wurde. Daneben wird ein Gefäß mit Wasser gestellt. Das Einkochen erfolgt bei 130°. Das bedeutet beim Gasherd  etwa Mittelhitze und beim Elektroherd nur unter Hitze zu verwenden ist. Nach abgeschlossenem Einkochvorgang verbleiben die Gläser noch etwa weitere 30 min in der Röhre.

Einkochen im Einkochtopf/Einkochautomat

Der Einkochtopf ist mit einem Thermometer und einem Einsatz zur Aufnahme der Gläser ausgestattet. Die gefüllten, mit Gummiring, Deckel  und Spange versehenen Gläser werden auf den Einsatz gestellt. Danach wird soviel Wasser mit der gleichen Temperatur wieder Glas Inhalt in den Topf gefüllt, der Wasserstand sollte zur Hälfte an die Gläser heranreichen. Die erforderliche ein Koch Zeit wird erst von dem Zeitpunkt an gemessen, an dem das Wasser die vorgeschriebene Temperatur hat. Zu diesem Zeitpunkt ist die Heizquelle kleiner zu stellen, damit das Wasser nicht sprudelt.

Der Einkochautomat erleichtert das Einkochen

Ein Einkochautomat macht das Einkochen um einiges leichter, indem er das Wasser auf die richtige Temperatur erhitzt und diese hält. Ein solches Gerät ist etwa so groß wie ein Einkochtopf, nur das dieser mit einem Stromanschluss versehen ist. Solche Automaten verfügen über eine in den Boden eingelassene Heizspirale. Sie machen sie also unabhängig von Ihrem Herd und können überall dort einkochen, wo Sie einen Stromanschluss bereitstellen. In den Topf wird ein Gitter gelegt, so stehen die Gläser nicht direkt auf dem Boden und können keinen Schaden nehmen. Anschließend wird die passende Menge Wasser eingefüllt. Nun stellen Sie das Gerät an und wählen die gewünschte Temperatur aus. Den Rest Erledigt der Einkochautomat von selbst.


*Einkochautomat*
Kategorie Einkochautomat
Marke Weck
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* Preis wurde zuletzt am 14. November 2018 um 20:14 Uhr aktualisiert

Einkochen im Schnellkochtopf

Im Schnellkochtopf können Nahrungsmittel in kürzester Zeit in kleinen Mengen eingekocht werden. Benötigt man beispielsweise für Gemüse im Einkochtopf bis zu 90 min, sind es im Schnellkochtopf nur etwa 10 min. Voraussetzung ist jedoch ein Topf mit einem Fassungsvermögen von mindestens 7-9 Litern. Industriegläser sind für das Einkochen im Schnellkochtopf besser geeignet als Rillengläser, weil von dieser Gläser Art mehr hinein passen. Siehe auch Schnellkochtopf Anleitung.

Einkochen von Gelee

Reiner Fruchtsaft, der durch Dampfentsaften, mit einer Fruchtsaftzentrifuge oder einer Spindel Presse gewonnen wurde, wird mit Zucker durch Kochen eingedickt. Durch dieses längere kochen mit Zucker wird der Fruchtsaft zu Gelee. Bei den meisten Obstsorten muss zur Unterstützung des Gelierens Pektin zugesetzt werden. Für Gelee werden in der Regel je Liter Saft etwa 1000 g Zucker benötigt. Das haltbar machen das Gelee erfolgt wie bei Marmelade oder Konfitüre.

Einkochen von Gemüse

Gemüse wird in der Regel vor dem Einkochen oder Einwecken nicht gar, sondern nur halb weich gedünstet. Danach ist das Gemüse sofort heiß in Gläser zu füllen und einzukochen. Vorgegartes Gemüse benötigt demnach nur die Hälfte der Einkochzeit von rohem Gemüse. Während Gemüsesorten wie Blumenkohl, Tomaten und Sellerie roh in die Gläser gegeben werden können, empfiehlt es sich, alle anderen Gemüsearten vorzudünsten.

Konfitüre Einwecken

Gesäuberte, vorbereitete Früchte werden mit der Hälfte der benötigten Zuckermenge gekocht. Sind die Früchte weich, wird der restliche Zucker unter vorsichtigem rühren dazu gegeben. Auch hier ist wie bei Marmelade teilweise die Zugabe von Pektin notwendig. In vielen Gummibärchen, Konfitüren und Fruchtgummi wird Pektin als Geliermittel verwendet. Geliermittel sind Lebensmittelzusatzstoffe, die im Wasser quellen oder Wasser binden, also zu einer Gelierung führen.

Marmelade herstellen und Einwecken

Die Grundlage für Marmelade bildet Obstmark, dass man durch kochen vorbereiteter Früchte mit oder ohne Zucker und anschließendes passieren des gekochten Obstes durch ein Sieb erhält. Das Frucht Mark wird unter Zugabe von Zucker in einem bestimmten Verhältnis eingedickt der Zucker sollte erst zugegeben werden, wenn das Mark schon zu einem gewissen Teil eingedickt ist. Dadurch verhindern sie ein anbrennen der Marmelade. Da viele Früchte nicht genügend Gelierstoffe enthalten, ist zum Schluss in den meisten Fällen eine Zugabe von Pektin erforderlich. Apfelmarmelade ist dann genügend eingedickt, wenn einige Tropfen Marmelade, auf einen Teller gegeben, sofort Gelieren. Nach dem Kochen wird die Marmelade in vorgewärmte Töpfe oder Gläser gefüllt und mit Pergamentpapier bedeckt. Nach dem Auskühlen können die Gefäße mit Deckeln die vorher pasteurisiert wurden verschlossen werden.

Einwecken von Obst

Obst kann mit oder ohne Zucker durch Einwecken haltbar gemacht werden. Im Allgemeinen haben mit Zucker eingekochte Früchte einen besseren Geschmack, hierzu können auch Zuckerersatzstoffe wie Stevia verwendet werden. Früchte für Kompott werden in die Gläser gefüllt und mit Zuckerlösung übergossen. Für 500 g süße Früchte werden ca. 150 g Zucker benötigt. Für saure Früchte benötigen Sie ca. 250 g Zucker. Diabetiker können sich unter Verwendung von Zuckerersatzstoffen Obstkonserven selbst herstellen.

Einkochtipps zum richtigen haltbar machen

  • Gläser, Deckel, Ringe und alle anderen Geräte, mit denen das Einkochgut in Berührung kommt, wie Töpfe, Schüsseln, Schöpfkellen vor dem Gebrauch gründlich reinigen.
  • Nur einwandfreie Gläser, Deckel und Gummiringe verwenden.
  • Beim Einfüllen des heißen Einkochgut die Gläser auf ein feuchtes Tuch stellen.
  • Beim Einfüllen beschmutzte Ränder und Gummiringe unbedingt sorgfältig reinigen.
  • Nur soviel Obst oder Gemüse vor Kochen, wie in einem Gang ein gekocht werden kann.
  • In einem Kochgang nur Gläser gleicher Größe verwenden.
  • Nach dem herausnehmen aus dem Einkochtopf die Gläser auf ein Brett stellen und bis zum Abkühlen mit einem Tuch gegen Zugluft schützen. Erst dann die Klammern von den Deckeln entfernen.
  • Zur besseren Haltbarkeit ist es ratsam, dem ersten Einkochvorgang nach spätestens 48 h einen zweiten folgen zu lassen, der nur die Hälfte der vorgeschriebenen Einkochzeit dauern soll.
  • Die Gläser in einem dunklen Raum bei etwa 15° aufbewahren.

Einkochzeiten

Die Einkochzeiten von Obst und Gemüse oder anderen Nahrungsmitteln variieren je nach Verwendung der Geräte. Die Einkochzeit ist den Empfehlungen der Gerätehersteller zu entnehmen.

Selbst einkochen – mit Sicherheit die bessere Alternative

Selbst einkochen bringt Spaß, sogar mit der gesamten Familie. Das selber einkochen bringt aber auch Gesundheit. Man kann sehr viele Dinge des täglichen Tisches selbst einkochen, hierbei entscheidet man selbst welche Zutaten verarbeitet werden. Da weißt den ersten Vorteil auf, es wird auf künstliche Aromen und Konservierungsstoffe in aller Regel gänzlich verzichtet. Man weiß ganz genau welche Zutaten in jenem oder welchem Glas verbraucht wurden. Die Zusammenstellung der einzelnen Endprodukte liegt in eigener Hand.

Kauft man sich bereits eingeweckte Ware, hat man trotz des althergebrachten Verfahrens mit Konservierungsmitteln innerhalb der Lebensmittel zu tun. Für Menschen mit Nahrungsmittel- und/oder Konservierungsstoffenallergien ist das leider keine Alternative.
Sie können gut ihre Obst- und Gemüsewaren selbst einkochen oder einmachen. Für die Obstsorten verwendet man in aller Regel Gelierzucker, es werden Marmeladen hergestellt oder Kompotts – selbstverständlich auch Gelees in allen Geschmacksrichtungen.

Das klassische Einwecken oder Einlegen

Bei den Gemüsesorten legt man häufig in Essig und Öl ein, auch in Salzwasser einkochen ist möglich. Hier werden für die Geschmacksgebung zusätzliche Kräuter beigemengt – entweder gehakt, gemahlen oder am Stück. Zu alledem sieht das auch noch dekorativ aus.
Hat man Familie und will diese gesund und nach altem Brauch ernähren kommt man um das klassische Einwecken oder Einlegen nicht herum denn man sollte die frischen Obst- und Gemüsesorten möglichst nur nach deren Saison einkaufen, das garantiert höchste Qualtität und kurze Transportzeiten und damit wenig Nährstoffverluste. Außerdem werden die gewünschten Sorten auch nicht zu überhöhten Preisen angeboten.

 

Greifen sie auf Konserven zurück

Wenn man über das ganze Jahr hinweg auch Nahrung erhalten möchte deren Saison gerade nicht vorherrscht, muss man auf Konserven zurückgreifen (oder auf teure Importe aus dem Ausland). Selbstverständlich kann man heutzutage mit dem Überangebot an Tiefkühltruhen- und Boxen die Dinge auch frisch einfrieren – allerdings sollte man die Ware innerhalb der nächsten 3 Monate aufbrauchen, anders sieht es hingegen mit selbst eingekochtem aus, diese Ware ist sogar manchmal über mehrere Jahre hinweg haltbar. Die Weckgläser sollten dunkel und trocken an einem kühlen Ort gelagert werden, nur so beihält die Ware auch über einen längeren Zeitraum die Eigenfarbe bei – unapettitlich wirkendes Obst und Gemüse kommt bei keinem gut an. Die Vorteile noch einmal kurz zusammengefasst: keine künstlichen Konservierungsstoffe, keine künstlichen Aromen, freie Hand bei der Zutatenwahl, lange Haltbarkeit von Obst und Gemüse (länger als einfrieren), bereitet Spaß für die ganze Familie, bringt mehr Geschmack auf den Teller.

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